Kreuzweg Station 4: Jesus wird von Petrus verleugnet

Jesus ist ganz nach links an den Rand gedrängt. Von einem Soldaten wird er abgeführt. Er blickt auf die Personengruppe an der rechten Seite des Bildes. Eine Frau schaut auf Jesus. Ihr Zeigefinger deutet auf ihn. Ihre andere Hand hat sie auf die Schulter des Petrus gelegt. Hautnah ist ihre Frage: "Gehörst du nicht auch zu diesem Jesus von Nazareth?" Doch Petrus schaut schon gar nicht mehr hin. Sein Körper ist zwar auf Jesus ausgerichtet, aber er zeigt nur noch mit dem Daumen auf ihn. Der vor kurzem noch geschworen hatte, für ihn in den Tod zu gehen, will jetzt nichts mehr von ihm wissen: "Ich kenne diesen Menschen nicht." Der krähende Hahn bestätigt die Verleugnung. Und so muss Jesus nun in den Tod gehen für ihn und für uns alle, die wir schwach geworden sind im Glauben und in der Liebe.

Bibeltext

Und Petrus war unten im Hof. Da kam eine von den Mägden des Hohenpriesters; und als sie Petrus sah, wie er sich wärmte, schaute sie ihn an und sprach: Und du warst auch mit dem Jesus von Nazareth. Er leugnete aber und sprach: Ich weiß nicht und verstehe nicht, was du sagst. Und er ging hinaus in den Vorhof, und der Hahn krähte. Und die Magd sah ihn und fing abermals an, denen zu sagen, die dabeistanden: Das ist einer von denen. Und er leugnete abermals. Und nach einer kleinen Weile sprachen die, die dabeistanden, abermals zu Petrus: Wahrhaftig, du bist einer von denen; denn du bist auch ein Galiläer. Er aber fing an, sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht, von dem ihr redet. Und alsbald krähte der Hahn zum zweiten Mal. Da gedachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er fing an zu weinen.

(Markus 14, 66-72)

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