Die Glocken

Die Glocken der Kirche wurden von dem Glockengießer F.W. Schilling in Heidelberg am 13. Dezember 1962 gegossen. Sie kosteten 14.565,- DM. Dieses Geld wurde in den Jahren 1958-1962 von der Gottesdienst-Gemeinde durch Dank-Opfer-Gaben aufgebracht. Die Trau-Glocke stiftete der Baumeister unserer Kirche, Fr. Spangenberg aus Hannover-Wülfel. Das historische Foto zeigt die 4 großen Glocken vor dem Eingang der Kirche, bevor sie in den Turm gebracht wurden.

Die einzelnen Glocken haben Namen. Sie sind in den Tönen des „Te Deum“ gestimmt und werden nach einer vorgegebenen Läuteordnung auch einzeln zu bestimmten Anlässen geläutet:

  1. Die Christus-Glocke (790 kg - fis') mit dem Spruch: „Siehe, es kommt der Herr der Herrscher, Halleluja — Maranatha, Ja, komm Herr Jesu!“. Sie läutet (außer vom 2. - 4. Advent) an allen Sonn- und Feiertagen mit jeweils verschiedenen anderen Glocken zusammen.
  2. Die Sanktus-Glocke (520 kg - a') mit dem Spruch: „Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herre Zebaoth!“. Sie läutet bei jeder Altar-Sakraments-Feier während des Sanktus-Liedes.
  3. Die Sterbe-Glocke (360 kg - h') mit dem Spruch: „Herr, gib ihnen die ewige Ruhe und das Ewige Licht leuchte ihnen!“. Sie läutet um 18.00 Uhr und jeweils nach dem Tode eines Gemeindegliedes um 11.00 Uhr.
  4. Die Sonntags-Glocke genannt „Dominika“ (230 kg - d") mit dem Spruch: „Der Herr ist auferstanden, Er ist wahrhaftig auferstanden!“.
  5. Die Bet-Glocke (165 kg - e") mit dem Spruch: „Christe Du Sohn des lebendigen Gottes, erbarme Dich unser!“ wird außer dem Betläuten immer bei den 7 Bitten des VATERUNSERS angeschlagen.
  6. Die Trau-Glocke (120 kg - fis") mit dem Spruch: „Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!“. Sie läutet bei Trauungen zusammen mit der Taufglocke.
  7. Die Tauf-Glocke (115 kg - a") mit dem Spruch: „Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden!“ Sie läutet zu den Taufen und, mit anderen Glocken zusammen, zum Kinder-Gottesdienst.

Die sieben Bronzeglocken sind mit ihrem Klang abgestimmt auf die Geläute der Nachbargemeinden, damit auch von den Glocken gelte, daß sie „einmütig mit einem Munde Gott loben, den Vater unseres Herrn Jesus Christus“ (Röm. 15, 6). Deshalb wird auch in den gleichen Stunden zu den Tag-Zeiten-Gebeten geläutet, damit alle Glocken alle Christen gleichzeitig an das Gebet erinnern.

Wie schon erwähnt, läuten die Glocken auch in den verschiedensten Kombinationen zusammen. Nur zu den hohen Festen ist der Klang aller 7 Glocken gleichzeitig zu hören. Dabei wissen nur Wenige, dass wir das zweitgrößte Geläut in ganz Hannover besitzen (nur die Marktkirche hat noch mehr Glocken).

Nicht unerwähnt bleiben soll auch die Glocke auf dem alten Kirchsaal (der heutigen Kindertagesstätte). Sie wird fast nur noch geläutet, wenn auf dem Seelhorster Friedhof ein verstorbenes Gemeindeglied beigesetzt wird.

zurück zur Übersicht